Knut bei Tradedoubler

Knut bei Tradedoubler

Was ist eigentlich Knut? Und welche Rolle spielt dabei Tradedoubler.

Bekanntlich feiern ja die Schweden traditionell im Januar das „Fest“ Knut oder richtig gesagt den St. Knut Tag. Oder um es mit schwedischen Worten zu sagen tjugondedag jul. Aber was genau ist eigentlich Knut bzw. tjugondedag jul.

In Schweden wird das Weihnachtsfest traditionel 20 Tage lang gefeiert und endet am 13. Januar. Im Vergleich zu unseren Breitengraden wird das Weihnachtsfest 13 Tage gefeiert und endet am 06.01. Geschichtlich gesehen stammt das ganze aus der Zeit um 1086 und ist nach König Knut IV. dem Heiligen von Dänemark benannt. Die Historiker streiten noch, ob es der feine Herr König Knut war der die Anordnung gegeben hat, dass Weihnachten ab sofort 20 Tage dauert, oder er an diesem Tage verstorben ist und deshalb Knut gefeiert wird.

Wir vermögen uns darüber kein Urteil zu bilden. Aber wie genau sieht der Knut-Brauch aus? Am 13. Januar wird in Schweden traditionell der Christbaum abgeschmückt. Dies kann in einem feierlichem Rahmen stattfinden, der in der Plünderung der übrig gebliebenen Süßigkeiten, mit denen die Bäume verziert waren, endet (julgransplundring). Insbesondere für die Kinder kann das noch einmal ein festlicher Höhepunkt sein. Anschließend werden die Bäume aus der Wohnung entfernt und entsorgt.

Was aber hat das ganze mit Tradedoubler zu tun?

Nun bekanntlich ist Tradedoubler ja eine schwedische Firma und hat sich dieses Jahr entschieden Knut auf seine eigene Art und Weise zu feiern. Nein Tradedoubler entsorgt nicht seine Christbäume, sondern muss sich von vielen Mitarbeitern trennen. Nachdem bereits die Offices in Russland, Österreich und Belgien geschlossen wurden, sind jetzt Finnland und Dänemark an der Reihe gewesen. Auch in Deutschland ist man nicht untätig. So hat man kurzerhand 20% der Belegschaft aus Deutschland vor die Tür gesetzt. Die Abteilungen td Campaigns (Lead- und Displaykampagnen) sowie td integral (Private Network) wurden aufgelöst und werden jetzt vom Affiliate-Team gesteuert. Die Produkte an sich leben weiter, werden jetzt aber nicht mehr von dedizierten Teams betreut. Auch der erst im September 2013 eingestellte Regional Director Stefan Boos (Stefan Boos wird neuer Regional Director bei Tradedoubler) und von der Internet World gekürte Aufsteiger im Online Marketing durfte diese Woche seinen Hut nehmen. Zeit für die Internet World ihren Beitrag zu überarbeiten.

Weitere Entlassungen sind geplant.

In Kürze könnten auch weitere Standortschließungen erfolgen und  weitere Mitarbeiter sollen das Unternehmen verlassen. Rob Wilson (CEO) zufolge sollen die Restrukturierungsmaßnahmen ca. 25 Millionen SEK kosten und ab Mitte 2014 55 Millionen SEK an Kosten jährlich einsparen. Welchen Hintergrund hat diese massive Restrukturierung? Das Affiliate-Marketing für die Netzwerke an sich ein kaum noch luktratives Geschäft ist erkennt man an den Zahlen der Netzwerke. Markus Kellermann hat in seinem Artikel „Quo Vadis Affiliate Marketing“ bereits darauf hingewiesen. Der Margendruck und die Private Networks setzen den Netzwerken zunehmend zu. Wenn man es ganz krass betrachtet sind die Netzwerke eigentlich nur noch „Payment-Anbieter“. Denn eine Tracking-Technologie hat jeder Advertiser mittlerweile inhouse und ist somit nicht mehr auf das Tracking in Form von Last-Cookie eines Netzwerks angewiesen. Somit sind die Netzwerke gezwungen sich neu auszurichten.

In Technologie wird investiert.

Das hat auch Tradedoubler erkannt und prüft derzeit die Übernahme von  Technologiefirmen, durchaus sind auch mehrere Übernahmen geplant. Mit der Anleihe (Tradedoubler issues a bond loan) die Tradedoubler Ende vergangenen Jahres herausgegeben hat möchte das Unternehmen in neue Technologie investieren. Ca. 250 Millionen SEK sollen die Anleihen in die Kriegskasse von Tradedoubler spülen. So wird vielleicht aus dem einst größten Affiliate Netzwerk Europas bald ein reines Technologie-Unternehmen das am Ende nur noch am Rande mit Affiliate-Marketing zu tun hat. Wir wünschen Tradedoubler an dieser Stelle für die strategische Neuausrichtung viel Erfolg.

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