Klage gegen AdBlock Plus

Klage gegen AdBlock Plus

Lange haben die Großmächte gezögert. Jetzt ist es offiziell Axel Springer und weitere Vermarkter wie die RTL Group verklagen den AdBlocker Adblock Plus. Dieses Thema schwelt seit Jahren im Kampf um die großen Werbemillionen. Wer den Kampf gewinnt bleibt abzuwarten.

Wir hatten bereits mehrfach über dieses Thema berichtet, jetzt wird es ernst denn die großen Vermarkter Klagen gegen AdBlock Plus. AdBlock Plus zahlt Google auch?Jetzt ist es also raus. Die großen Player in der Vermarkterbranche gehen gegen AdBlock Plus brachial vor. Nachdem hinter den Kulissen die Parteien sich nicht einigen konnten, ziehen nun der Axel Springer Verlag, die RTL Töchter RTL Interactive und IP Deutschland, sowie der Vermarkter von Pro Sieben Seven One-Media gegen AdBlock Plus vor Gericht.

AdBlock Plus ist seit einiger Zeit das Feindbild in der Werbebranche schlechthin. Im letzten Jahr um die gleiche  Zeit gab es bereits eine große Welle run um den Blogger Sascha Pallenberg. Jetzt ein Jahr später zieht das Thema wieder an und der Konflikt verschärft sich.

AdBlock Plus hat sich immer versucht aus der Affäre zu ziehen insofern als das Unternehmen darauf verwies, dass die User selber sogenannte „Acceptable Ads“ akzeptieren können. Alle anderen störenden Ads wie z.B. welche mit Animationen, Geräuschen oder expandable Ads gehören demnach auf jeden Fall zur Kategorie „unterdrücken“. AdBlock Plus wies auch daraufhin, dass sich Unternehmen – wenn Sie entsprechende Kriterien erfüllen – sich Whitelisten lassen können. Das perfide hieran ist nur, dass für das sogenannte Whitelisting horrende Beträge gezahlt werden müssten. Unbestätigten Angaben zufolge sollen diese Beträge über einen zweistellige Millionenbetrag pro Monat hinausgehen Google zahlt Millionen and AdBlockPlus

Wir haben versucht von den vor Gericht klagenden Unternehmen hierzu eine Stellungnahme zu entlocken aber bisher geben sich die Protagonisten in diesem Spiel bedeckt. Mehr als ein „Wir möchten zu einem laufenden Verfahren nichts aussagen“ konnte man den Parteien nicht entlocken. Laut heise.de hat liegt laut eyeo.de keine Klageschrift bisher vor.

Einige spannende Kommentare sind zu diesem Thema bereits geflossen

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So meldet der User Rocky3819, das man doch lieber NoScript als einen AdBlocker nutzen sollte“. EMB145 bringt das Thema an sich aber auf den Punkt:“Es geht nicht um adblock an sich, sondern um die Tatsache, dass sie sich offensichtlich gut dafür bezahlen lassen, Werbung durchzulassen. Und das muss schon untersucht werden, angesichts der Tatsache, dass es dabei offensichtlich um höhere Beträge handelt.“.

Markus erzählt: „Ich hatte mal heise.de auf meiner persönlichen Whitelist und das hat ungefähr 10s gedauert, dann war heise.de wieder runter
von meiner Whitelist. Ich habe nichts gegen Werbung an sich. Aber jedes bewegte Element ist mir ein unerträgliches Grauen und verdirbt
mir jeden Spaß an Allem. Ohne gut funktionierende Werbeblocker würde ich eher auf das Browsern verzichten und wieder mehr Zeitung lesen. Da blinkt wenigstes nichts. Ich abonniere c’t und iX, das muss reichen.“

Wir in unserer Industrie sollten solche Aussagen der User auf jeden Fall ernst nehmen und reflektieren in welcher Art und Weise wir momentan werben und in Zukunft werben wollen. Sicher ist nur, dass das verbreiten von Inhalten Zeit und Arbeit kostet und wir alle das ganze nicht nur aus reinem Spaß an der Sache machen. Daher sind wir darauf angewiesen, die Zeit die wir investieren vergütet zu bekommen. Wie viel Werbung verträgt eine Webseite? Vergleichen wir es doch einfach mal mit einer Tageszeitung. Wie viel Werbung wird hier geschaltet vs. der gleichen auf deren Online Ausgabe?

Werbung an sich muss und wird sich in den kommenden Jahren massiv verändern müssen. Advertiser müssen mehr auf Native Advertising umstellen. In Zukunft wird sicher nur noch (Pull)Werbung erfolgreich sein, die mit vernünftigem Content verknüpft ist.

Wir warten auf jeden Fall gespannt ab, was sich bei dem Thema AdBlock Plus tut.

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